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Unter Bezug auf
NIKS
Nr.3
kommentiert hattingen-pur hier die Entscheidung für
eine völlig unpassende Schrifttype auf den
Straßenschildern der Altstadt.
Altstadtbeschilderung:
Hauptsache billig?
Hattingen, 18. November 2000.
Die neuen Schilder "zieren" nun seit einiger Zeit die
Straßen der Altstadt.
Aus Angst vor ein
paar Analphabeten und Geschichtsverdrehern wurde zur
Beschriftung nicht eine passende Frakturschrift
gewählt, sondern eine fette Serifen-Antiqua
herangezogen, Standard in jeder Schilderfabrik, nicht so
komliziert in der Handhabung wie eine Fraktur und vor allem
etwa 20% billiger als letztere.
Tenor: Hattinger scheinen es nie zu lernen! Anstatt noch
etwas zu sparen und vor allem Hintergründe und
Argumente für eine tatsächliche Verschönerung
zu sammeln, wird auf die billigste Lösung
zurückgegriffen.
Ergebnis: Eine Schrifttype auf Schildern, die in Deutschland
erst sehr, sehr spät Fuß fasste. In einem
Schnitt, der die Texte aus wenigen Metern Enfernung zu einem
unlesbaren Brei verschwimmen lässt. Zu dicke
Buchstaben, zu eng aneinander gequetscht...

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Unter der Adresse
www.fraktur.de
verbirgt sich eine Interessengruppe und Schriftschmiede, die
sich den Fraktur-Schriften verschrieben hat.
Über Umwege fanden die Betreiber der Site unseren
niks-Beitrag Nr. 3 und sandten mir folgende eMail:
Guten
Tag, Herr Stelter!
Ihre Beiträge über Fraktur sind derart
herzerfrischend, daß ich darauf gerne in unserer
Netzseite www.fraktur.de "Die deutsche Frakturseite"
hinweisen möchte. Bleibt die e-Adresse der Fraktur-NIKS
bestehen? oder wird der Inhalt ausgetauscht? Wo kann man den
Text später finden? Dürfen wir ihn auf unsere
Seite übernehmen?
Beste Grüße von Markwart Lindenthal
www.fraktur.de
- Die Deutsche Frakturseite
www.mitteleuropa.de
- Völkerrecht und Völkerverständigung
So hätten
die Schilder aussehen können:


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Kommentar
Langenberg - mutiger oder besser beraten?.
Unpassender kann eine Schrifttype nicht sein, wenn
sie auf Schildern für eine Altstadt angebracht
werden soll.
Weder zeitgemäß noch elegant - weder
schön noch besonders gut lesbar...
Die Nachbarn aus Langenberg haben den Mut besessen,
den die Hattinger Planer vermissen lassen: sie
haben eine Fraktur für ihre
Altstadt-Beschilderung gewählt. Sie haben
keine Rücksicht darauf genommen, dass manch
einer den Text nicht oder nur schwer lesen kann,
speziell die Handhabung des S nicht versteht,
sondern Intuition vorausgesetzt. Kurz: Die
Langenberger haben ihre Bürger und Besucher
nicht für zu dumm gehalten, die
Straßennamen zu verstehen. Sie haben sogar
den Mut besessen, eine zeitgemäße
Fraktur zu wählen.
- Waren sie einfach besser beraten?
Ich werde den Eindruck nicht los, dass in Hattingen
eine gewisse Selbstherrlichkeit herrscht. Man muss
sich offenbar nicht beraten lassen! Man weiß
ja offensichtlich alles! - Stimmt es denn, dass man
Rücksicht nehmen und das gesamte Niveau in
Hattingen auf das Niveau des Dümmsten hinunter
schrauben sollte?
Dann hielte man zumindest einen großen Teil
der Bürger und Besucher für dumm! Das
aber ist dumm, oder?
Ihr RS
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